von spalten und rissen zerklüftet ist jene schlucht
die sich stets unmittelbar vor uns auftut
kein gesetz schützt vor fehltritten
ein sorgloses leben bleibt illusion
der mond scheint heftig nieder auf das steinerne feld
fröstelnd überkommt mich wehmut
feiner weißer sand leitet über zum meer
ansonsten nur schroffer fels
heillos scheinen die bewegungen von körpern in dieser einöde
halbherzig male ich mir den absturz aus
echos durchdringen das unglückliche ohr
auf dem weg hinunter
ich will nicht
sehne mich nach idyllischen weichen formen
aber vergiftet bleibt die freiheit auf der strecke
tiefer wird der körper gezogen
schmerzhafte nächte und qualvolle tage kündigen sich an
eitrig wandern flecken über die gestreßte haut
der sog wird stärker
blaue lippen und ein feines zittern
entlarven das fehlen von heiterkeit
der gestank von verwesung liegt in der luft
die junge nase weigert sich weiter zu atmen
gelb schimmert das viel zu warme meerwasser
gewitter wird vom stetig wehendem wind herangetragen
schicksalshaft geht es hinab
schon bin ich die schroffsten steigungen hinabgeglitten
habe mich dem ekel einer ewig stummen nacht ausgesetzt gesehen
auswegslos scheint die schlucht mich zu verschlingen
da schiebt sich zart eine hand vor mein auge
ich ergreife sie dankbar
©
Reh Volution - 9. Dez, 16:39
ein schritt nach dem anderen
fuß vor fuß setzen
das ist jetzt mehr denn je
eine übung der ich
mit aufmerksamkeit folge leiste
die luft wird rauher
rauschend fegt sie mir ins gesicht
schreien gleich hallt es in den ohren
einer reise gegen den orkan ähnelt das ende des studiums
ständig neue hindernisse
mit jedem herzschlag ein neuer schmerz
jahre verschwimmen zu zeitlosen ozeanen
kalt beißen die wörter gegenwärtiger äußerungen
so fühle ich wie der geschmack bitterer realität
nur langsam verfliegt
schritt für schritt
Reh Volution - 26. Nov, 16:22
kraftlos hängen die letzten blätter noch an den bäumen
warten geduldig auf den einen windhauch der sie mit sich reißt
dann ist es geschafft
frühling und sommer waren stolze zeiten
nun heißt es loslassen sich treiben lassen
in rot gelber pracht segeln sie dahin
ein abschied von warmen sommernächten
von geschichten die das jahr erzählt
wilde kreise und lustige loopings drehen die bunten blätter
bevor sie sich sanft auf die erde legen
um dem ein oder anderen dort in den wintermonaten
wärmende sommererinnerungen zuzuflüstern
©
Reh Volution - 12. Nov, 11:22
kühl schäumen die wogen der melancholie über mich hinweg
tröpfchen der erinnerung durchdringen die luft
sanft machtvoll werden die innereien verknotet
trauer und wehmut eingebunden in die kunstvollen schleifen
nur mühsam mit hilfe der möwen
gelingen schritte der leichtigkeit folgend
salziges wasser zerrt in die tiefe von durchlebten gefühlen
die nackten füße bluten über den scharfen furchen des grundes
schmerzfrei doch dem verlust tribut zollend
erblaßt die haut nach und nach
aus der einsamkeit wachsen die gedanken in der zeit zurück
sie krallen sich an all die wärme erlebter höhepunkte
ja sogar an die paar grade des alltäglichen
nie wieder kommen diese zeiten zurück
eine träne wächst aus dem lachenden auge
wohl wissend um die kostbarkeit des erlebten
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Reh Volution - 28. Okt, 17:15
ich lese also gut
gut gelesen ist halb
halb und halb
vollmilchschokolade
des öfteren frieren die hände nun außerhalb der taschen
stehend wird wärme generiert
wippelnd und teils von innen
fast stolz gleiten blicke dann gewärmt in die runde
woher kommt die hoffnung
reicht ein rosenbusch ein kinderwagen ein liebes wort
brauche so viel mehr fremdhilfe
und traurig beschlägt das herz
©
Reh Volution - 4. Okt, 13:07
Was ich ganz vergessen hatte und worüber ich mich doch auch wieder sehr gefreut habe :
Reh Volution - 24. Aug, 16:14
du hast mein wort
du haßt mein wort
du hast mein wort
du haßt mein wort
Reh Volution - 12. Jul, 00:33