Mittwoch, 8. Februar 2006

da HEIM - AT home



ich packe in meinen koffer
meine lieblingslüge
ich packe in meinen koffer
meine lieblingslüge und mein weißes hemd mit rotweinflecken
ich packe in meinen koffer
meine lieblingslüge mein weißes hemd mit rotweinflecken und eine packung smarties
ich packe in meinen Koffer
meine lieblingslüge mein weißes hemd mit rotweinflecken eine packung smarties und eine träne

da HEIM - AT home

mir dir und auch fremden ist die heimat kein begriff
veraltert umgarnt von süßen kindheitserinnerungen
erahnen wir deutschen hin und wieder heimat
das große haus brauchen wir nicht mehr

einen koffer ja

einen koffer so schwer wie 1000 träume
dort liegt der schrei der papageien schräg neben der regenzeit
der wüstenwind umspielt die reifen tomaten
verdunstendes wasser sammelt die düfte der metropole
sanft gleitet eine träne über die postkartensammlung
grenzenloser stolz erfüllt die erzählungen die sich mit jedem teil der bagage vereinen
staunend nicht ohne neid lauschen die heimattreuen seelen
nicht nur kinder spielen

ich packe meinen koffer

ich packe in meinen koffer
meine lieblingslüge
ich packe in meinen koffer
meine lieblingslüge und mein weißes hemd mit rotweinflecken
ich packe in meinen koffer
meine lieblingslüge mein weißes hemd mit rotweinflecken und eine packung smarties
ich packe in meinen koffer
meine lieblingslüge mein weißes hemd mit rotweinflecken eine packung smarties und eine träne


©

Donnerstag, 2. Februar 2006

summertime


Abgelegt

©

Montag, 30. Januar 2006

Krankheit und Studium


Kreativbeispiel

©

Montag, 16. Januar 2006

Zukunftsmusik


21_Katzenmusik
Bildquelle


"Wir schreiben das Jahr 2164 und nehmen ein (fiktives) Lexikon zur Hand, welches Rückschau hält.
...Man begann zu kommunizieren ohne genaueres Wissen darüber,
ob der Kommunikationspartner ein Mensch war oder ein Software Programm (intelligente Agenten , offen programmierbare Avatare)
Der Realitätssinn im menschlichen Bewußtsein erweiterte damit seine Basis auch innerhalb fiktionaler Kommunikation,
also in Zeiträumen völliger Abwesenheit echter menschlicher Sinnesdaten.
Das Netz mit seinen Agenten, Avataren, virtuellen Communities wurde so zu einem neuen Organ der sozialen Wahrnehmbarkeit unter der revolutionären Bedingung,
eine neue Form von Präsenzerfahrung in der Abwesenheit bereit zu stellen.
...,so schafften es die IuK-Technologien um 2000 zum ersten Mal , abwesende Wirklichkeit vollständig zu ersetzen durch technologische Anwesenheit einer rein technologisch generierten Wirklichkeit.
Das, was man dann später technogene Nähe nennen wird, nahm damit seinen Anfang…
Ende des 20. JH. lag der Hauptgrund moralischer Indifferenz in einer unvollständigen Vergegenständlichung der Welt, also darin ,
daß der andere nicht mehr als wirklich und daher nicht mehr als Gegenstand moralischer Rücksichtnahme begriffen wurde.
Die neuen IuK-Technologien der Kommunikation ermöglichten dann im Verlauf des 21. Jh. eine neue Form materialer Wirklichkeit, und damit eine neue Form der moralischen Differenz;
die nicht mehr wie seit Jahrhunderten von einer realen Präsenzerfahrung des anderen abhängig war..."
aus : Open Source Das innovationsmagazin für wissenschaftliche Mitarbeiter Dezember 2005
S. 31 Artikel von Bernd Ternes > Lexikonartikel zum Stichwort 2. Jahrtausendwende
http://www.opensource-online.de/

Donnerstag, 12. Januar 2006

Brise Menschlichkeit


Segler

Heute habe ich die Segel gesetzt und eine steife Brise Menschlichkeit hat das Schiff Fahrt aufnehmen lassen.
Laut lachend habe ich alle sieben Weltmeere durchquert.
Tage gibt's -

Dienstag, 3. Januar 2006

Frohes Neues Jahr


babilon
http://mitglied.lycos.de/rakov/

Gewalt, Sprachlosigkeit - Verwirrung
Hebt Sprachbarrieren auf und ermöglicht eine Verständigung über alle Grenzen hinweg.
In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes neues Jahr 2006 !!!

Samstag, 3. Dezember 2005

Unsichtbares sichtbar machen


sl218



Welch eine Herausforderung -
In einer Zeit in der die "zufälligen" Ereignisse immer weniger nach Zufall schmecken und die Synchronizitäten signifikant zunehmen, ist es wohl bald möglich die kreativen Kräfte zielorientiert ins Spiel zu bringen.
Unsichtbares sichtbar machen, hieße auch Unendlichkeit auszudrücken.
Paul Klee fing während seiner Studien zunächst einmal bescheiden an indem er den Raum mit seiner zeitliche Seinsebene füllte.Sein Erkenntnisweg führt über die Zeitlichkeit von Musik und bildender Kunst.
Die Wahrnehmung war und ist ein zeitlicher Vorgang."Dem gleich einem weidenden Tier abtastenden Auge sind im Kunstwerk Wege eingerichtet.Auch des Beschauers wesentliche Tätigkeit ist zeitlich.Das bildnerische Werk entstand aus der Bewegung, ist selber festgelegte Bewegung und wird aufgenommen in der Bewegung(Augenmuskeln)."P.Klee "Schriften"
Hierbei wird noch differenziert, daß das Bild in einem Augenblick dem Betrachter den gesamten Inhalt des Werkes vermittelt , während die Musik die Ausdehnung der Zeit zur Verfügung hat, aber eben auch braucht um zu vermitteln.
Alles entstehe aus Bewegung und Gegenbewegung.
Delaunay und die Futuristen gingen noch weiter indem sie die Diskussion um den Begriff der "simultaneité"
erweiterten.
Die Gleichzeitigkeit, die wiederum in allen Künsten auftauchen könne.
Klee sprach von der syncronischen Funktion der Malerei und meinte dabei die Spaltung des Ganzen in Farbe und Raum und die gleichzeitige Zusammenführung der Teile zurück zur Ganzheit.
1905 sagt P.Klee :"Das zeitliche Element ist zu elimieren.Gestern und morgen als Gleichzeitiges."
"Es muß das Teuflische zur Gleichzeitigkeit mit dem Himmlischen verschmolzen werden."schrieb er 1917.
Na wenn das Internet das nicht hergibt in seiner facettenreichen Polarität und Syncronizität ...
Fragt sich nur was teuflisch und was göttlich daran ist -
Wo Klee von der Organisation der Verschiedenheiten zu einem Ganzen spricht und eigentlich das Ganze als Organismus versteht wird es sehr spannend.
Ist alles um mich herum nur Teil eines Organismusses und kann dieser Organismus sämtliche Bestandteile manipulieren eventuell einem Muster - einer Ordnung folgend und dies auch über unsere Vorstellung von Zeit hinweg ?
Klee formuliert :" ...wie alle typischen Dinge nicht nur an einem Ort gelten, sondern irgendwo und überall verwurzelt sind, organisch verankert."
1922 formulierte er folgend Maxime :
" Syntese der Verschiedenheit ist jeder höher entwickelte Organismus"
1924 heißt es dann :
"Jeder Versuch , mit Worten eine mehrdimensionale Gleichzeitigkeit syntetisch zu diskutieren",müsse jedoch scheitern-"Was den sogenannten räumlichen Künsten längst gelang, was auch die zeitliche Kunst der Musik mit klingender Prägnanz in der Polyphonie schuf, dieses simultane mehrdimensionale Phänomen, das dem Drama zu seinem Höhepunkt verhilft,kennen wir auf dem wörtlich didaktischen Gebiet leider nicht."

Dezember 2005,
nun kennen wir es dank der Künstlergruppe Freßchor
In einer Inszenierung des Unsinns - einer freien Performance -deren zentrales Anliegen nicht existierte gelang es der Gruppe unabsichtlich diese Aussage Klees in Frage zu stellen und Gegenteiliges zu beweisen.
Unsichtbares sichtbar zu machen -
Der kollektive Syncronisierungsprozeß wurde durch ungleichmäßige Wiederholung des Satzes "Ich bin authentisch; von nun an äußere ich alle meine Gedanken und Gefühle laut!"initiert.
Der vorgeschaltete bürokratische NONSENSE Apparat verstärkte die Opferrolle des Organismusses/Individuums auf dem Weg ins kollektive Verlaufen(alle Gedanken und Gefühle dieser Welt) und Finden( durch oben genannter Phrase gewährleistet-im Sinne einer Erinnerung Ermahnung und oder Rückführung)
Denn wo das Vergessen anfängt werden Dinge auch unsichtbar -
Während sich das Wahre zwischen geblocksbergten Figuren , schimpfenden Rollerfahrern,erotisierenden Frauen,träumenden und wachen Schläfern,Sängern und Gelehrten - zu manifestieren begann ; wurde eben jenes Treiben gewissenhaft von einer Sekretärin codiert.
Eine polyphone Orgelbegleitung die stets im dynamischen Voneinander einer weiteren Weihnachtsorgelmelodie erklang,umgarnte die Erscheinung.
Syncrone Gedanken auf gleicher Wellenlänge umkreisen den werten Zuhörer bis auch dieser merkt das seine Gedanken allen zugänglich geMACHT werden ; er aber ebenso naschen darf an den geistigen Ergüssen seiner Umwelt.
Der Prozeß nimmt fahrt auf und in einem Schrank riecht es auffällig gut nach Hotdogs.Doch nicht nur diese werden von allen hungrigen Mäulern aufgenommen auch selbstgemachte Waffeln finden den ein oder anderen Gaumen.Das heiße Eisen strömt den Waffelgeruch in das bleifrei Gemisch des rechterhands stehenden Rollers und die Luft ward nicht nur mit Unsinn gefüllt .
Es klappt : Die Synthese gelingt - ich drehe mich im Kreis des immer wiederkehrenden Sing Sangs oder auch KLING KLANGS .
Am Ende des Tunnels steht ein orangefarbenes Treppchen auf dessen letzter Stufe eine SIE thront und stets mahnend fordert ""Ich bin authentisch; von nun an äußere ich alle meine Gedanken und Gefühle laut!" Die Endlosschleife ist der Weg der Wahrheit und das Wirr Warr der Gedanken kann selbst das Individuum ertragen.Das kollektive Bewußtsein postuliert Freiheit und Freiheit ist Glaube und Glaube ist Sprache und Sprache - erklingt und erscheint++
Wo Zeichen sind geschehen auch Wunder !
Man muß nicht Unsichtbar werden, um Unsichtbares sichtbar zu machen .
Es passiert -auf dem wörtlich didaktischen Gebiet funktioniert es -

Also auch die Vielfarbigkeit des menschlichen Geistes vermag an die Türen der Unendlichkeit zu klopfen.
ER kann grenzenlose Bilderwelten schaffen und dankbarer Empfänger sein.

Klee sah die mehrdimensionale Simultaneität der Polyphonie als Metapher einer sowohl Vergangenes wie auch Künftiges vermählenden bildnerischen Qualität.IHM TRÄUMTE EIN WERK VON GANZ GROSSER SPANNWEITE DAS DURCH DAS GANZE ELEMENTARE GEGENSTÄNDLICHE INHALTLICHE UND STILISTISCHE GEBIET REICHT.
Auch er wollte das Unsichtbare sichtbar machen...
Die Performance der Gruppe Freßchor hat mir Wege gewiesen, die über die Malerei hinaus weisen -
und sie haben das Vergnügen die unsichtbaren Dinge im Dialog zu klären und künstlerisch umzusetzen verstärkt !


DANKE

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Pjotr (Gast) - 2. Mär, 23:00
Mal im Trüben gefischt: http://upload.w ikimedia.org/wikipedia/com mons/0/02/Coco_island_cous teau.jpg
Mal im Trüben gefischt: http://upload.w ikimedia.org/wikipedia/com mons/0/02/Coco_island_cous teau.jpg
Pjotr (Gast) - 2. Mär, 22:59
manchmal zu wahr, was...
manchmal zu wahr, was sie da geschrieben haben.
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vielen dank für die guten...
vielen dank für die guten wünsche und die kleine ausführung...
Reh Volution - 20. Mai, 14:14
ich hatte vor einigen...
ich hatte vor einigen jahren eine schwere psychose,...
wavefeather (Gast) - 18. Mai, 22:06
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