Dienstag, 23. Mai 2006

kein wort

DSCK0015

verfügen sie über
verführen sie mit
bleiben sie entspannt
entladen sie
leiten sie ab
verschmelzen sie
gelassen mit humor
warten sie zur not ein leben lang
lassen sie sich aber inspirieren und riechen sie an ihrem schweiß
trinken sie viel
meditieren sie dort wo es weh tut
bleiben sie offen
entledigen sie sich
pflegen sie das system
und lassen sie sich um gottes willen kein wort

©

Donnerstag, 18. Mai 2006

Mensch , Mensch , Mensch...

Das Schweigen mit dem du mich strafen willst beschwert nicht nur mein Herz.
Es zieht den Raum zusammen und läßt kein Platz für Weite oder Licht.
Ich sitze in dem von dir geschaffenen lautlosen Quadrat, starre fassungslos auf das Grau am Himmel und die kalten Blautöne um mich herum.
Ein paar Vögel versuchen durchzudringen doch ich sehe nur wie sich ihre Schnäbel verziehen; kein Ton verläßt ihre Kehle.
Hab Gnade und laß mich endlich wieder die Nuancen des Hörbaren erfahren. Die feinen Zwischentöne des Frühlings mit seinen Lockrufen und der ganzen Vielfalt enthusiastischer Freudenklänge.
Laß meine Seele frei, sie sehnt sich so unendlich nach den Melodien des Lebens. Schatten der Vergangenheit hör auf in den tiefen des Labyrinths dein Unwesen zu treiben.

Ich erschrak förmlich als sich ihr puterrotes Gesicht vor meiner Nase auftat. Wild gestikulierend schien sie mir etwas mitteilen zu wollen.
Da geschah etwas Unerhörtes. Sie fuhr langsam aber bestimmt mit ihrer Hand an mein Ohr.
Ihre Finger schienen sich zu einer Art Zange zu formen und mit einer geschickten Bewegung hatte sie mir etwas aus dem Ohr entfernt.

"Nimm doch bloß das verdammte Oropax heraus Opa ! Seit fünf Minuten rufen wir dich zum Frühstück ! Mensch , Mensch , Mensch..."

Dienstag, 16. Mai 2006

du sollst nicht denken

H.de Vries :
BIN IN DEN WALD GEGANGEN, UM ZU DENKEN, VERGASS ABER ZU DENKEN UND FAND ES NICHT NÖTIG,
DARAN IRGENDWELCHE SCHLUSSFOLGERUNG ZU KNÜPFEN

SCHILLER:
JA LECK MICH DOCH IM ARSCH

Samstag, 13. Mai 2006

Ich sehe was was du nicht siehst


120px-Redbuds

Sieh mal Mutti da sind Schnecken im Baum.
Wo ?
Na da und da und da !
Nein mein Kind das sind Blüten -
Aber Mutti da sind Schnecken im Baum !
Kopfschütteln und Abgang

Montag, 8. Mai 2006

gewaltig


globesm

komm heraus
sieh dich um und fang an von allem zu kosten
schraub dich heraus
in das tiefe blau des himmels
reck deine glieder in alle richtungen
bediene dich an der großen farbpalette und verhöhne die gelangweilten
aus dem vermeintlichen nichts setzt deine Reise an
kapriziös bewegt sich alles
komm heraus
sprich die sprache des windes und des regens.
breite dich aus und nutze die macht die dir gegeben ward -
sonst wird dir gewalt angetan

©

Donnerstag, 4. Mai 2006

Studentenfutter

 
 

Und ich erspür
Ein etwas, das mich durch die Freude hoher
Gedanken tief bewegt:erhab`nen Anhauch
Von etwas, das viel tiefer untermischt ist,
Behaust im Lichte untergehender Sonnen,
Im Ozean und der lebendigen Luft,
Im Himmelsblau und im Gemüt des Menschen:
Eine Bewegung und ein Geist, der alle
Die denkenden und die gedachten Dinge
und durch alle Dinge rollt.


(vom damals achtzehnjährigen Dichter William Wordsworth , der dieses Gedicht nach einer durchtanzten Nacht auf dem morgendlichen Heimweg ersann)
 
 

Donnerstag, 20. April 2006

Ball der Ängste


800px-Dendrono_-_Der_tanzende_Student

Oh wie ärgert mich der ewige Kampf mit den Ängsten.
Mit aller Macht stelle ich mich dem Druck, ein ums andere Mal.
Ein tapferer aber trauriger Held bin ich so scheint es mir -
Krank hat mich der Kampf gemacht und Heilung ist nicht in Sicht.
Mir reicht`s !
Heute habe ich Einladungen geschrieben und sie alle geladen.
Die kleinen Ängste zu denen Wondratschek die Liebe zählt und die großen die einem ständig im Nacken sitzen und am Organismus zerren.
Alle habe ich bedacht und ihnen fein gearbeitete Karten zukommen lassen.
Die werden sich wundern.
Weg sind die Grenzen und verschwunden die Bollwerke aus Kraft und Wut. Weiße Fahnen wehen überall.
Nun dürfen sie zum Tanze kommen.
In der Höhle des Löwen werde ich eine nach der anderen auffordern.
Zart und behutsam will ich ihnen begegnen, ihnen Raum lassen, mir ihr wahres Wesen zu zeigen.
Geführt wird mit Gefühl - fließen lassen, wirbeln lassen- wiegen
Da wird sich der Körper freuen !
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Mal im Trüben gefischt: http://upload.w ikimedia.org/wikipedia/com mons/0/02/Coco_island_cous teau.jpg
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Pjotr (Gast) - 2. Mär, 23:00
Mal im Trüben gefischt: http://upload.w ikimedia.org/wikipedia/com mons/0/02/Coco_island_cous teau.jpg
Mal im Trüben gefischt: http://upload.w ikimedia.org/wikipedia/com mons/0/02/Coco_island_cous teau.jpg
Pjotr (Gast) - 2. Mär, 22:59
manchmal zu wahr, was...
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