Matrix

Montag, 13. Juli 2009

der jesus von nebenan teil 2



stricken



der jesus von nebenan

ein wenig blank
 ein wenig krank
zieht es mich hinaus
 muss doch irgendwas
finden einen warmen kaffee
 zumindest vielleicht
alte freunde bereden
 ein spielchen wagen

verloren überraschend
 gegen den typen
der das sie gen
 doch gar nicht hat
mein alter schüler
 nahm mich gleich in den arm
oder nahm er mich auf den arm

 sollte ich ihm das bedeutende einfach
oder das einfache bedeutend sagen
 zog ihn ins vertrauen
mit meinem misstrauen
 tiefer geparkt saßen wir
veratmeten pläne

 nun punk ich aus
verdacht und argwohn
 schnell gesponnen
stricke dem schüler
 eine millionen schwere
mütze aus geld

 eine spinne am abend
zeugt mich an
 während ein ohrenkneifer
mich scherzhaft schmerzt
 versündet mein vertrauen

spricht er doch in meinen
 endsieg der liebe
entzieht sich meiner strategie
 wer wem zeit
zeit schenkt sagt er

meine hoffnung
 stickt natur neu
hoffnung für alle
 will durchbeißen die kälte
zwischen uns

weizentriert alkoholfrei
 die musik
zwischen uns endlicht
 sich
meine größe wieder verkannt




©

Samstag, 28. Juni 2008

ghandizität



sein-bruder-in-berlin


an der wiese im wald
tummelt sich ein armer mann
ein hauch von kleidung auf der haut
mit sonnenbrille und folie isoliertes ich

sein bruder sonnt sich im großstadtdjungel

beide wissen um die nacktheit der seele
von den geheimen wegen der gifte
die durch unbekannte dimensionen den fraß erreichen
stringent ondulierende quantentoxine

folie schützt weiß das bruderherz

RTL ist live beim armen mann
befriedigung im höchsten maße
direkt aus der höhle
bilder der veränderung

sein bruder performiert die haupstadt

verkrustetes geschirr und geschlachtete konserven
erheben sich aus dem meer leerer bierdosen
in denen inseln ausgebeuteter kippen
den glotzenden betrachter staunen lassen

der säuerlich süße gestank bleibt sein eigentum

einst lenkte er die menschen
ihren wünschen gemäß
nun kennt er das einzig wahre ziel
und keiner fährt mehr mit

sein bruder fährt mit sonnenenergie

die mächtigen nuckeln an seiner brust
vergeblich nach ambrosia
das volk saugt an seinem schwanz
die säfte der sünden

folie über folie über folie

der fernseher wirft blaues licht durch gelbe tüten
an die leeren löchrigen wände
sie beheimaten die versteckten kameras
unter den dielen elektromagnetische regulatoren

über dem schlafplatz funkelt ghandizität



©

der jesus von nebenan



jesus-von-nebenan


ein chaotischer mensch
kurze beine  lange fettige haare
nähert sich
kommt noch näher  um zu erfahren ob ich durch die tür gegangen sei


es wird kalt
hier oben an der küste


feine hochsensible folterinstrumente oder transmitter
durchziehen seinen körper
auf der teils offenliegenden kopfhaut
zwei schwarze löcher
von kopf bis fuß vervollständigt sich
das bild des jammers


er macht winzige ausflüge
in den dialog   nach bestätigung heischend
von verwanzung und vergiftung
und einer vergewaltigung
ist die rede forschend erbost
wie der kohlhaas
dunkle narben  ein stechender geruch
nervöse augen hinter schwarzen gläsern
die mir fragend misstrauen
ob ich wüsste und weshalb
ohne ahnung propper
wie ein steuerzahler im zuge seines sonntagsgebetes
konkret real
gegenüber der abnormität von welten

ein heftiger sturm erreicht seine insel
und mit ein paar worten
verabschieden sich die fragen
das rätsel bleibt allein
er versprach ewiges leben
rettung für mutter erde

kohle bräuchte er
für's leben
den kampf



©

Montag, 10. Juli 2006

respekt

ein ruf verpostet aufgemotzt
dringt unverschämt an mein ohr
folgsam gehe ich der neugier nach
stufenweise geatmeter mut
begleitet den aufstieg zum untergang
schweigend tauche ich ein in die kunst
transparente authentizität fließt frivol
durch den olymp
heiße rhythmen begleiten den abstieg
in die lumineszenz
angespannte stille blaustichig untermalt
schmeichelt dem drachenbau
die binsenweißheiten sechstelliger zahlenbänder
krönen den magischen hort
du sollst fordern die gebeutelten wände
ich will brüllt der löwe
im takt geht es hin und her
bis die zeit still steht
alle bilder verschmelzen
im natürlichen punkt
das kind erhebt sich
in ergriffener bewegung

©

Montag, 30. Januar 2006

Pontistereien

90px-Statue_of_Place_du_Ch-telet_-Paris-

Frühwarnsysteme sind unentwegt.
Geh sie pflücken.
Sie sind echt mein Schatz.
Nur Mut , nur Mut
Drehorgeln kommen ganz groß wieder,
darauf tranken wir den Wein aus der Tüte
und Papa 2 kam aus dem Karton gekrochen.
Er hatte schon ein paar Stunden Schlaf bekommen.
Später im rechten Rausch schlugen sich der Östereicher und der Bayer die Köpfe ein.
Mai Göld Moi Göld !! Er hat all mai Göld geklaut !!
Das war ganz woanders, aber immer noch in Paris.
Das Blut war echt - wir konnten schlimmeres verhindern.
Die Gipsköpfe haben wieder still gehalten.
Der kleine Straßendieb war ganz auf unsere Freundschaft aus .
Vielleicht blieb ihm der Abend mit den Pennern ja in guter Erinnerung.
Das Versteck würde ich nie wieder finden.
Seine Augen leuchteten auf dem Weg zu seinen Freunden - seiner Familie.
Wir hatten extra Wein eingekauft um mit ihnen weiterzufeiern.
Sie schliefen alle - alle in Kartons

Die Großstadtengel folgten mir auf Schritt und Tritt.
Sie hatten auch allen Grund dazu.
Düstere Schönheit hat mich stets verführt.
Dieselben Gesichter am Morgen und am Abend.
Zufall Bursche nur Zufall -
Junge Du sollst doch keine Fremden mit herbringen !! Dann eine Stunde Trinkfest.

Die Liebe für den Schmetterling ganz tief im Herzen; dabei ist er so furchtbar untreu.
Ein Blumenmeer offenbart sich ihm tagtäglich und doch will jede Blüte ihn ganz für sich allein.
Ich war immer bereit zu teilen , nur lieben sollte er mich- der Schmetterling von Paris -
Als ich über deinen Schlaf wachte, wußte ich nicht was du eigentlich von mir wolltest und es war mir egal.
Wieviele der Menschen die ich hier kennengelernt habe, wollten nur einen Traum wahrmachen.
Einen romantischen Film leben.
Die Unschuld dieser Minuten ließ die Katze schnurren.
Sie war frei genau wie du.
Stets ein offenes Fenster.
Ich kletterte hinaus und nahm die Erinnerung an die 1001 Postkarten von deinen Wänden für immer mit.
Fanpost von deinen Blumen mein Schmetterling.

Über zwei Stunden sind wir beide im Gare de L'est herumgelaufen, bis du mich fragtest, wo wir eigentlich hinwollen.
Ich antwortete zum Gare de L'est - du lachtest-
Clownesk auf den Schwingen des Rausches zu Höhenflügen bereit.
Frühwarnsysteme sind überall und Verteidigungstrategien nur ein Spiegel der Gesellschaft.
Bewegliche Antworten kamen mit dem Spätsommer.
Seine Gewitter reinigten die verkrusteten Steine.
Endlich keine 66 jährigen Verehrerinnen mehr, die als aristokratische Edelvermieterinnen auftraten
und mit dornigen Rosen um sich schmissen.
Nur noch Gott und ich - im Zwiegespräch.
Gott zeigte mir Macht und ich bekam Angst.
Angst vor dem was ich hätte machen können.
Wäre das noch Freiheit gewesen ?
Vergesssen wollte ich den Dialog ;die unendlichen Fragen.
Unter der Dusche vergewisserten sich die Nervenstränge.
Der Spiegel geriet zur einzigen Tür.
Noch fand ich stets den Weg zurück.
Ein Dolch - ein giftiger Stachel so tief in meinem Herzen.
Wie oft bin ich seit dem gestorben ?

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Reh Volution - 27. Sep, 22:24
Klasse
Aber: "gemackt"? Eine fehlt hier mit seinem Kommentar...
404 - 21. Jul, 12:11
x:x
x:x
Reh Volution - 13. Jul, 13:28
" die clowns befreien...
" die clowns befreien " ja!!! lg.
spiritchild - 13. Jul, 10:23
moin lu, habe gedacht...
moin lu, habe gedacht meine e-mail wäre einsehbar...
Reh Volution - 12. Jul, 16:39
sehr verehrter keimling...
sehr verehrter keimling , die wiedersprüchlichkeiten...
Reh Volution - 8. Jul, 13:35
mensch, da mach ich dicke...
mensch, da mach ich dicke Backen, ich versteh schon...
Keimling (Gast) - 8. Jul, 01:04
das nenne ich intuition...
das nenne ich intuition ;)
Reh Volution - 7. Jul, 17:11
"Hyperlinks innerhalb einer Linksammlung unterfallen der Haftungsprivilegierung des § 5 III TDG. Die Links erfüllen insoweit lediglich die Funktion eines Türöffners und dienen nur der Erleichterung des Zugangs zu den fremden Angeboten. Damit ist eine Verantwortlichkeit für die fremden Inhalte grundsätzlich ausgeschlossen." Landgericht Frankenthal (Pfalz) Urteil vom 28.11.2000 (Az.: 6 O 293/00)

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