Verdacht

Freitag, 3. Juli 2015

im seegang des stillebens

die pupille in liebe
das defizit engt verdichtend
die ahnende senkung
autopruduktiver lauch
schnitt

modernster muß
in kleinst fassbarem ausmaß

nachlässig der rundumblick
das netz voller störe
vollspann wider dem trachten
der quotistiker
singular

modernstes maß
in größtmöglichem soll

widerwärtige verachtung
erleichterung im tetrapack
vom plumpsklo zum ableger
in längsrichtung qualen
joch

modernster faktor
sucht sacht im bild

tombola heißt respekt
ein leichtes los
das willenlos
es fließt wasser im schifferklavier
abst

modernster spin
laster hupen last arbeitet

plexibilität auf abwegen
gesichtsloses schwächeln
im eindimensionalem gesand
mit freud darf pfeifen
kopf

moderster ster
urahn im freien raum

© reh 2015

Montag, 1. September 2008

gebe mensch gebe



gebe den kummer
aus verkohlten träumen

gebe den schmerz
meiner kranken suche

gebe die tausend dinge
die ich täglich übersehe

gebe die schönheiten
die auf meinem weg leuchten

gebe die scheußlichkeiten
deren geheimnis sich mir nicht erschließt

gebe den raum
der mir halt gibt

gebe den tag und die nacht
deren fluss mich bewegt

gebe die freuden
lebendiger stimmungen

gebe die freunde
eroberer meines herzens

gebe die familie
netz der gefühle

gebe den rest
wahrheit und lüge

gebe zu
das die bindung
zu allem
die ahnung
bei weitem übertrifft

hier im nichts
wo tränen die sehnsucht spiegeln

hier im nichts
wo des menschens sinn keimt

hier im nichts
verdient man vergebung

gebe mensch gebe



©

Montag, 23. Juni 2008

bin ohne rückkehr



ohne-rueckkehr


mondo  bin ohne rückkehr
samenkapsel vergangener tage
alles oder nichts
vergessen in der spülmaschine


mond  bin ohne rückkehr
fliegenschrei unerwünschter geburten
berg und tal
verwesen im sozialgesetzbuch


mon  bin ohne rückkehr
grundabsicht aufgestiegener netze
ohr oder feige
verlösen auf den spuren des steines


mo  bin ohne rückkehr
teetasse verstummender verzückung
brunnen und eimer
verlaufen im abseits der dinge


m  bin ohne rückkehr
nachtfalter verwandter visionen
zu oder fall
verlieren in noten bestimmter wahrscheinlichkeiten


bin ohne rückkehr


©

Mittwoch, 26. März 2008

ICHOTOMIE

ein ICH zieht sICH durch das gelesene
wort an wort
ein SOS der seelen
gereimte ungereimtheiten
verdICHten sICH zu einem generalverdacht
worte stechen unbarmherzig
ins liebende herz
halt dICH fest
halt dICH gut fest
dies ist erst der anfang
er ist der anfang
die achterbahnfahrt geht jetzt erst rICHtig los
er ist rICHtig los
wir und du
er und sie
ihr
alle mischen mit im konzert
vom ICH
reife früchte hängen am hirnstamm
des individuums
kollektiv wird abgeerntet
spieglein spieglein an der wand
summt es im hintergrund

©

Dienstag, 30. Mai 2006

Elefantenhaare

Da ist ein Sog über des Elefanten Körper.
Was macht denn so ein Sog ?
Na ja - er krümmt ihm kein Haar.
Im Gegenteil, er saugt sie alle an, bis sie ihre Form verlieren , sich immer weiter strecken und schlußendlich ausfallen.
Tut das weh ?
Es sind Höllenschmerzen sage ich dir, denn jedem seiner Haare wohnt eine Geschichte inne und diese gehen ihm auch verloren.
Was passiert denn mit den Geschichten und wo kommt eigentlich der Sog her?
Wenn ich dir das erzähle müssen wir sterben Kleiner.

©

Montag, 29. Mai 2006

Gespräch

P1 : Ich bin krank.
P2 : Wieso denn?
P1: Immer wenn ich ein Wort mehr als einmal am Tag wahrnehme kommt es mir verdächtig vor.
P2 : Ach so

Montag, 27. Februar 2006

Engel


Engel



©

Montag, 16. Januar 2006

Zukunftsmusik


21_Katzenmusik
Bildquelle


"Wir schreiben das Jahr 2164 und nehmen ein (fiktives) Lexikon zur Hand, welches Rückschau hält.
...Man begann zu kommunizieren ohne genaueres Wissen darüber,
ob der Kommunikationspartner ein Mensch war oder ein Software Programm (intelligente Agenten , offen programmierbare Avatare)
Der Realitätssinn im menschlichen Bewußtsein erweiterte damit seine Basis auch innerhalb fiktionaler Kommunikation,
also in Zeiträumen völliger Abwesenheit echter menschlicher Sinnesdaten.
Das Netz mit seinen Agenten, Avataren, virtuellen Communities wurde so zu einem neuen Organ der sozialen Wahrnehmbarkeit unter der revolutionären Bedingung,
eine neue Form von Präsenzerfahrung in der Abwesenheit bereit zu stellen.
...,so schafften es die IuK-Technologien um 2000 zum ersten Mal , abwesende Wirklichkeit vollständig zu ersetzen durch technologische Anwesenheit einer rein technologisch generierten Wirklichkeit.
Das, was man dann später technogene Nähe nennen wird, nahm damit seinen Anfang…
Ende des 20. JH. lag der Hauptgrund moralischer Indifferenz in einer unvollständigen Vergegenständlichung der Welt, also darin ,
daß der andere nicht mehr als wirklich und daher nicht mehr als Gegenstand moralischer Rücksichtnahme begriffen wurde.
Die neuen IuK-Technologien der Kommunikation ermöglichten dann im Verlauf des 21. Jh. eine neue Form materialer Wirklichkeit, und damit eine neue Form der moralischen Differenz;
die nicht mehr wie seit Jahrhunderten von einer realen Präsenzerfahrung des anderen abhängig war..."
aus : Open Source Das innovationsmagazin für wissenschaftliche Mitarbeiter Dezember 2005
S. 31 Artikel von Bernd Ternes > Lexikonartikel zum Stichwort 2. Jahrtausendwende
http://www.opensource-online.de/

Samstag, 12. November 2005

Psychoterror


imm017_16A

Ist es Programm das Individuum solange zu quälen bis der Mensch gebrochen ist ?
Mir wird etwas eingeredet was ich weder nachvollziehen kann noch will!
Die Folge kann nur Krankheit oder Selbstmord sein befürchte ich, es sei denn man ist geistig so debil, daß man nicht merkt wie intensiv die Belagerung des Geistes vollzogen wird.
Die neue Form des Psychoterrors eröffnet sich mir auf allen rezeptiven Ebenen und scheint nur den Zweck der Verunsicherung,Verletzung und Diskriminierung zu haben.
Ich frage mich wie diese Provokationen gemeint sind und ob ich der Einzige bin der sich terrorisiert fühlt.
Die Quelle des Terrors ist beliebig - also ist kein direkt Schuldiger auszumachen.
Menschen die einem Nahe stehen verfallen dem selben Muster.
Das funktioniert wie bei den Spam- oder Junkmails und auch mit Ihnen.
Was auch immer einem suggeriert wird, es ist nicht abstellbar.
Die Untertöne und kaschierten Spitzen verfolgen einen an jede Ecke - mich würde es nicht wundern wenn diese auch das Traumreich erreichen könnten.
Die sogenannte Realität scheint jedenfalls fest in der Hand derjenigen, die jegliche Kreativität ersticken wollen.
Ich frage mich auch ob vielleicht jeder Reizworte suggeriert bekommt über die eine Steuerung sprich ein mehr oder weniger an Agressionen provoziert werden kann.
Ich weiß, das ich ein Opfer dieser Form des Terrors bin und so wie es aussieht bin ich machtlos ihn zu beenden.
Mir macht das Angst !
Wohlwissend das die Inhalte des Terrors banal erscheinen können , die Wirkung aber stets fatal ist.
Skrupellos !

©

Donnerstag, 10. November 2005

Scherben


Scherben

Zeit für Verdachtsmomente rund um die authentische Wahrheit.
Zeit sich blutige Füße auf Scherben besprayter Spiegelfragmente zu holen.
Ein Gedanke:
"Ich bin eigentlich die Quelle allen Übels".
Hoffnungsscherben die ihre Spur unmedial hinterlassen oder frei nach Boris Groy Dich selbst zum Objekt des Verdachts machen.
Die Heldenrolle erlangt durch die Metamorphose vom Subjekt in das Objekt des Verdachts.
Wer wird zum Drachentöter? Wer zum Drachen?
Nachdem das Leben zur medialen Bühne mutiert ist, muß der Held in all seinen Facetten studiert werden.
Man will teil haben an der Inszenierung - klar doch
Verdächtig ?

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Mal im Trüben gefischt: http://upload.w ikimedia.org/wikipedia/com mons/0/02/Coco_island_cous teau.jpg
Mal im Trüben gefischt: http://upload.w ikimedia.org/wikipedia/com mons/0/02/Coco_island_cous teau.jpg
Pjotr (Gast) - 2. Mrz, 23:00
Mal im Trüben gefischt: http://upload.w ikimedia.org/wikipedia/com mons/0/02/Coco_island_cous teau.jpg
Mal im Trüben gefischt: http://upload.w ikimedia.org/wikipedia/com mons/0/02/Coco_island_cous teau.jpg
Pjotr (Gast) - 2. Mrz, 22:59
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ich hatte vor einigen jahren eine schwere psychose,...
wavefeather (Gast) - 18. Mai, 22:06
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