Mittwoch, 29. März 2006

gelassene Anagramme

SIGNALE THESE------
LIEGEN SAHEST-------
STEINES HAGEL--------
SEELEN HASTIG---------
GENIESSE HALT----------
EIGENES STAHL-----------
GEILSTE SAHNE------------GELASSENHEIT
AGILES STEHEN-----------
SEELIGEN HAST----------
HEILEN SAGSTE---------
HASTIGEN ESEL--------
LEASING THESE-------
HEILSAENGSTE------

Streifzug zur Gelassenheit


Gelassenheit
frei nach spaceman von jasonaut

Aufstehen , schwer Kraft zu finden und doch, nach einer Weile bewegt sich der Körper wieder.
Gestern habe ich bei einem buddhistisch angelegtem Spiel erkannt was mir zur Zeit fehlt.
Gelassenheit.
Gelassenheit stellt das Gegenteil von Streß,Unruhe und Aufgeregtheit dar.
So will ich mich denn von nun an in Gelassenheit üben.
Zunächst einmal kann ich heute ja die Examensarbeit gelassen zu Seite legen und endlich mal wieder etwas anderes schreiben.
Da ich mich nun schon für das Thema vom gestrigen Spiel entschlossen habe werde ich mal kurz auf den Pfaden der Gelassenheit durchs Netz wandeln.
"Ich wünsche mir die Gelassenheit,Dinge hinzunehmen,die ich nicht ändern kann;
den Mut,Dinge zu ändern,die ich ändern kann;
und die Weisheit,das eine vom anderen zu unterscheiden."

Dieses Zitat von Reinhold Niebuhr bringt einen auf die Spur des gelassenen Handelns.
Bei Wikipedia fand ich dann direkte Hinweise zum buddhistischen Weg .
Im Buddhismus bedeutet Gelassenheit und Gleichmut (Upekkha): Anhaftungen, auch Gewohntes loszulassen, Impulse wahrzunehmen ohne ihnen (gleich) nachzugeben, sich der Macht der Drei Geistesgifte (Gier, Hass, Verblendung) bewusst zu sein und sich ihr zu entwinden. In den Suttas (Anguttara Nikaya, VIII 5-6) spricht der Buddha von den 8 Weltgesetzen (Gewinn und Verlust, Ehre und Verachtung, Lob und Tadel, Freude und Leid) an denen man ihrer Vergänglichkeit wegen nicht hängen soll. Das Gegenteil von Gelassenheit wird in den Nivarana, in den Fünf Hindernissen angesprochen (Anguttara-Nikaya, V 51), die den Geist hemmen und den klaren Blick trüben. Es handelt sich um das vierte Hemmnis, Aufgeregtheit und Gewissensunruhe (uddhacca-kukkucca).
Ebenfalls dort findet man den Hinweis auf die Gelassenheit in E.Mörikes Gedicht :

Um Mitternacht

Gelassen stieg die Nacht ans Land,
Lehnt träumend an der Berge Wand,
Ihr Auge sieht die goldne Waage nun
Der Zeit in gleichen Schalen stille ruhn;
Und kecker rauschen die Quellen hervor,
Sie singen der Mutter, der Nacht, ins Ohr
Vom Tage,
Vom heute gewesenen Tage.

Das uralt alte Schlummerlied,
Sie achtets nicht, sie ist es müd;
Ihr klingt des Himmels Bläue süßer noch,
Der flüchtgen Stunden gleichgeschwungnes Joch.
Doch immer behalten die Quellen das Wort,
Es singen die Wasser im Schlafe noch fort
Vom Tage,
Vom Heute gewesenen Tage.

Im Gedicht klingt die Kunst des Ausgleichs an, die mir für eine echte Gelassenheit unerläßlich erscheint.
Auch bei Sokrates wird die besonnene Gelassenheit als menschliche Haupttugend hervorgehoben.
Zum Schluß fand ich noch eine Abhandlung von Dr. Gerson Brea, M.A.:
Der Begriff Gelassenheit in Angelus Silesius :
Cherubinischer Wandersmann
Dieser Fund ist besonders schön da er in Verbindung mit meinem Examensthema steht.
Auf den ersten Seiten zitiert Gerson Haas :
Was man auf einer mystischen Wanderung erlebt, ist nicht durch Begriffe und Logik zu artikulieren. Hier versagt die Sprache, insofern sie als Instrument objektiver Beschreibung zu fungieren hat. Auf der anderen Seite will und muß der Wanderer anderen mitteilen, was er gesehen, gefühlt, erlebt hat. Aus dieser Spannung kommt er nicht heraus. Er muß ja auf das Instrument der Sprache zurückgreifen; sie wird aber modifiziert, adaptiert und gewissermaßen mitteilbar gemacht. Es entsteht nun eine neue Ausdrucksweise, ja eine mystische Sprache.
Interessant wird es dann im folgenden Abschnitt :
Wir werden hier auf ein Tun, das nichts tut, hingewiesen - ein Nichtstun das
sich uns als eine conditio erweist, ohne die jede Beziehung zu Gott ausgeschlossen bleibt. Wer Gott sucht, der findet ihn nicht. Weder durch reflektierende Auseinandersetzung mit den Heiligen Schriften noch durch intensive Betrachtung der Schönheit der Schöpfung ist Gott zu erreichen. Es kommt nicht darauf an, wie genau er sucht und betrachtet, ob eine geeignete Methode verwendet oder der richtigen Weg beschritten wird. „Je mehr du nach Ihm greiffst / je mehr entwird Er dir. "Wer sich auf den Weg zu Gott zu begibt, dann ist das Nichtstun unentbehrlich, das Lassen, die Gelassenheit, und vor allem: Gott um Gottes willen lassen.

Die geheimste Gelassenheit.
Gelassenheit fäht GOtt: GOtt aber selbst zulassen
Ist ein Gelassenheit / die wenig Menschen fassen (II 92)

Auf dieser Spur führt uns Gerson zu einer geistigen Haltung dem Unbekannten gegenüber.Im nächsten Schritt eröffnet er eine Theorie der Gelassenheit
Er kristallisiert drei Dimensionen bzw. Bedingungen für Gelassenheit heraus :
Sich weder um Äußeres noch um Reichtum oder Ehre kümmern.
Wie die Rose die in einem absolut gelassenem Verhältnis zu ihrer Schönheit steht...

Der Grundgelassene.
Ein Grundgelassener Mensch ist Ewig frey und Ein:
Kann auch ein Unterscheid an jhm und GOtte seyn?58

Wer die Welt gelassen und sich Gott übergeben hat, der ist „ein grundgelassener Mensch", schreibt Gerson hierzu.
In Beziehung zum Leben stellt er den Tod und nur durch diesen bekommt das Leben seinen Sinn, so jedenfalls kommt es dem Wanderer vor.Nur durch den Tod erschließt sich dem Wanderer das Unfaßbare.
Die Unvollkommne gelassenheit
Wer in der Hölle nicht kann ohne Hölle leben,
Der hat sich noch nicht gantz dem Höchsten übergeben. (I 39)

Wieder geht es um eine gelassene Haltung die es dem Wanderer erst ermöglicht in der Welt zu sein.
Den Begriff Gelassenheit auszuleuchten,meinem Defizit und den möglichen neuen Wegen auf die Spur zu kommen ist noch nicht wirklich gelungen.
Die Gelassenheit wird als Wort zwar vielfach verwendet doch nicht ausgedeutet.
Auch Gerson Brea gelangt am Ende seiner Textanalyse zu der ernüchternden Feststellung daß eine allgemeingültige Definition nicht heraus zu filtern ist.Er beendet das Thema mit einer Frage:
Eine einheitliche Definition oder konkrete Vorstellung suchen wir vergebens. Und auf die Frage 'Was ist überhaupt Gelassenheit?' haben wir auch keine Antwort bekommen. Aber: Müssen wir es nicht gerade dabei belassen? Stoßen wir nicht auf ein Geheimnis, das als solches nicht zu lösen ist? Würde die Gelassenheit noch existieren, nachdem sie genau definiert worden wäre? Und wenn sie - begleitet vom Begriff des Todes - in absolute Vergessenheit gerät, sind wir überhaupt noch imstande, unsere wahrscheinlich schwierigste Aufgabe zu bewältigen, nämlich unser Leben zu leben?

Montag, 20. März 2006

Frühjahrsspaziergang


Zugaenglichkeit
B. Kern
Zugänglichkeit
Mischtechnik, 1999

Die Sonne streichelt über das Wasser in den formschönen Spuren.
Das Moos reckt sich in zarter Erwartung dem königsblauen Himmel entgegen.
Die Bäume zeigen ihre nackte Erhabenheit.
Im Angesicht der fantastischen Farbakkorde ziehe ich mir rasch die Schuhe aus und schleudere meine Kleider weg.
Reichlich Winterstaub fällt von von mir ab.
Während ich langsam durch die verspiegelten Oberflächen hindurch gleite lacht ein Zeisig über das Bad
und ihm entgleitet dabei das grad zusammengesuchte Nestwerk.
Wir verneigen uns höflich und sehen fasziniert dem grün weißem Tanze zu.
Während ich mir die verschlungene Schrift des gehenden Winters ansehe berührt meine Hand das satte Moos.
Verzaubert lasse ich die Schwerkraft hinter mir.

Freitag, 17. März 2006

ZU VIEL ZU SCHNELL


Feurige Füße im Laufrad der SehnSucht.
zu viel zu schnell
Der Nimmersatt will wieder an die großen Gefühle.
Einen Ozean erschaffen in dem die Wahlen von Liebesbriefen leben können.
Hoffnungsvoll verdichten sich die Töne zu einer Melodie des Erwachens.
Eine Polka entgleist.
Zarte grüne Pflänzlein werden umgewalzt.
Testosteronhirsche verlassen irritiert die Lichtung.
Ein Teufelchen will sich die Pfoten verbrennen und treibt eine Herde läufiger Jungtiere in die Arena.
Der Matador onaniert sich zu Tode.
Das Teufelchen vergeht im Feuer unerfüllter Leidenschaft.
Die Vögel pfeifen trotz der Minusgrade ihre Märzmelodien.
Sie verbreiten mehr ZuverSicht als eine beliebige Schlagzeile in den vergangenen zwölf Monaten.
Im Tal der tiefen Gefühle frauscht der Wind des Chaos.
Liberale Wirbelwinde haben das Schlaraffenland verwüstet.
Grenzenloses Staunen liegt auf der Lauer.
Frau Wichtigfrau kommt in die Krisenregion und preist die Werte der Ehe.
Sie empfiehlt Flurbereinigung und Kanalisierung.
Das Volk läßt sich vom Psychiater die Liebe erklären
Ich sehe schwarz rot gold

©

Montag, 6. März 2006

Austellung in der Hansastraße 48

 
 
Gemeinschaft
Gemeinschaftswerk


Die letzte Woche war seit langer Zeit mal wieder eine wirklich schöne.
Es hat mich zwar unheimlich viel Kraft gekostet, aber es hat sich in jedem Fall gelohnt.
Am Donnerstag abend haben die Kinder vom ZBBS (Zentralen Bildungs- und Beratungsstelle für MigrantInnen in Schleswig-Holstein e.V.) ihr Theaterstück " versteh' ich nicht " aufgeführt.
Bei den Kindern handelt es sich um Flüchtlinge.
Sie kommen zu uns aus lebensbedrohlichen Situationen und landen in der Warteschleife und immer öfter führt ihr Weg zurück in dieselbe gefährliche Realität im Heimatland.
Auf ihrem Flug zwischen den Welten halten sie kurz inne und gewähren uns Einblick in ihr Dasein in Deutschland und lassen uns an ihren Träumen,Sehnsüchten und Wünschen teilhaben.
Ihr Theaterstück entwickelten die Kinder mit Gundula Runge und Ulrike Krogmann.
Mit derselben Gruppe habe ich ein Malereiprojekt in den Wintermonaten durchgeführt.
Malen nach tonalen Vorgaben.
Ein experimentelles Unterfangen bei dem die Musik eine Unterstützung für freie Bewegung und Öffnung des Geistes im kreativen Prozeß darstellte.



raumaufgabe



imm024_24A



Raum
 
 

Samstag, 4. März 2006

White rabbit


wortsau


©

Dienstag, 28. Februar 2006

zum Hölderlin zu Mute


Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget----------------------------------------------------von innen heraus gefault
Und voll mit wilden Rosen----------------------------------------wenn doch nur eine noch wild wäre
Das Land in den See,------------------------------------------------------------------sie schmelzen ab
Ihr holden Schwäne,---------------------------nehmt euch in acht , Warhole hat es wahr gemacht
Und trunken von Küssen--------------------------------------------------------- ein katholischer Virus
Tunkt ihr das Haupt------------------------------------------------------------------Schmerz impliziert
Ins heilig nüchterne Wasser--------------------------------------------------kommt heilig von heilen
Weh mir, wo nehm' ich, wenn----------------------------------------------Unschuld ist keine Tugend
Es Winter ist, die Blumen, und wo----------------------------worüber lacht das verlorene Paradies
Den Sonnenschein,--------------------------------------------------------------------die einzige Magie
Und Schatten der Erde ?-------------------Je höher die Häuser desto mehr Schatten auf der Erde
Die Mauern stehn-----------------------------------Künstlerohren lauschen verzweifelt im Tacheles
Sprachlos und kalt, im Winde-------------------------sie wissen nur Kinder und Alte wiederstehen
Klirren die Fahnen.--------------------------------------------------------Hohn und Macht ich fühle es

Hölderlin

©

Montag, 27. Februar 2006

Engel


Engel



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Mal im Trüben gefischt: http://upload.w ikimedia.org/wikipedia/com mons/0/02/Coco_island_cous teau.jpg
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Pjotr (Gast) - 2. Mär, 23:00
Mal im Trüben gefischt: http://upload.w ikimedia.org/wikipedia/com mons/0/02/Coco_island_cous teau.jpg
Mal im Trüben gefischt: http://upload.w ikimedia.org/wikipedia/com mons/0/02/Coco_island_cous teau.jpg
Pjotr (Gast) - 2. Mär, 22:59
manchmal zu wahr, was...
manchmal zu wahr, was sie da geschrieben haben.
la-mamma - 5. Nov, 09:46
vielen dank für die guten...
vielen dank für die guten wünsche und die kleine ausführung...
Reh Volution - 20. Mai, 14:14
ich hatte vor einigen...
ich hatte vor einigen jahren eine schwere psychose,...
wavefeather (Gast) - 18. Mai, 22:06
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